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Mobiliar und Gerät für die Ukraine

Geschafft, der LKW ist für die erste von zwei Fuhren nach Gießen beladen! Es freuen sich (von links): Timo Neeb, Saber Abidi, Ruslan Shvedchenko, Alexander von Bischoffshausen, Yevhenii Sevastianov und Sascha Krautwald von der Johanniter-Unfallhilfe, Regionalverband Rhein-Main.

Friedberg/Siret (HR). Unmittelbar nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben sich engagierte Freiwillige unter der Schirmherrschaft des Johanniterordens zur „Mission Siret“ zusammengeschlossen, benannt nach der rumänischen Grenzstadt Siret, in der sich ein großes Lager befindet. Von dort werden monatlich Hilfsgüter im Wert von etwa 100.000 Euro in ukrainische Binnenflüchtlingsheime, Waisen- und Krankenhäuser sowie weitere Einrichtungen gebracht. Jüngst mit dabei: medizinisches Mobiliar und Gerät, das im Rahmen von Ersatzbeschaffungen des regionalen Krankenhausverbundes Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) ausgemustert wurde.
Bei der Abholung im Bürgerhospital Friedberg ist auch der Bad Nauheimer Alexander von Bischoffshausen mit dabei. Er hatte beim GZW nach überzähligen oder ausrangierten medizinischen Geräten gefragt und freute sich über die positive Resonanz. Gemeinsam mit Helfern verlud er eine Lungenfunktionskabine inkl. Zubehör, vier Therapieliegen, zwei Ultraschallgeräte, acht OP-Tische, drei EKG-Geräte, ein Ergometer, eine digitale Patientenwaage, eine OP-Lampe, mehrere Ohrthermometer und diverses Verbrauchsmaterial auf den Lkw.
„Diese Sachspenden werden zunächst ins Zwischenlager in Gießen gebracht und dann in Enger in Nordrhein-Westfalen gesammelt für den Weitertransport nach Siret“, erläuterte Alexander von Bischoffshausen. Den Transport von Friedberg nach Gießen übernahm die Johanniter Unfallhilfe Frankfurt, die mit der Mission Siret eng zusammenarbeitet.
In dem rumänischen Grenzort Siret packen dann auch viele junge Erwachsene aus Deutschland und Europa während ihrer jeweils zehntägigen Freiwilligendienste mit an. In einer großen Lagerhalle werden die angelieferten Spenden sortiert und zur Auslieferung mit Kleintransportern an die einzelnen Empfänger in der Ukraine zusammengestellt.
„Wir freuen uns, dass die bei uns ausgemusterten Geräte an anderer Stelle
noch eingesetzt werden können“, sagte GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann. Auch künftig werde das GZW gerne mit der „Mission Siret“ zusammenarbeiten und beispielsweise hier nicht mehr benötigte Krankenhausbetten, Nachttische und diverse andere medizintechnische Gerätschaften zur Verfügung stellen. So haben inzwischen auch zwei massive Trainingsgeräte zur Muskelertüchtigung ihren Weg von Friedberg in die Ukraine angetreten. Fellermann dankte in diesem Zusammenhang Saber Abidi, Teamleiter der Abteilung Medizintechnik im GZW, sowie Timo Neeb, Teamleiter Einkauf, Lager und Logistik, für die Koordination und Organisation der Spendenbereitstellung und -übergabe.
Weitere Informationen zur Mission Siret, beispielsweise zu Unterstützungs- und Spendenmöglichkeiten, finden Interessierte im Internet unter missionsiret.de.
