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Durchweg viel zu tun

Notaufnahmen des GZW verzeichnen „ganz normale Weihnachten“

Arbeiten, wenn andere feiern - für das Personal der Notaufnahmen der drei Krankenhäuser des regionalen Krankenhausverbundes Gesundheitszentrum Wetterau ist das auch an Weihnachten Tagesgeschäft. Im Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Bürgerhospital Friedberg und Kreiskrankenhaus Schotten gab es auch in diesem Jahr zu Weihnachten jeweils ein paar ruhige Stunden und ansonsten gut zu tun. Immer wieder mit dabei: folgenreiche Stürze, in diesem Jahr allerdings nicht wetterbedingt, denn Straßen und Wege waren während der Feiertage meist trocken.

„Wir waren immer beschäftigt“, erzählt Karin Kuhn. Sie managt die Aufnahme in der Notaufnahme des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim und konstatierte während der Feiertage etliche Fälle von Bauchschmerzen, dabei auch mal die eine oder andere Gallenkolik nach dem überreichlichen Genuss zu fetten Essens. Mehrere Menschen wurden nach Stürzen ins Krankenhaus gebracht, zwei davon hatten sich dabei unglücklicherweise den Oberschenkelhals gebrochen. Auf fiel der Mannschaft der Notaufnahme in Bad Nauheim die Unfreundlichkeit doch einer ganzen Reihe von Patienten. „Da waren schon mehrere, denen dauerte alles zu lang, die wollten zurück zu ihren Familienfeiern und waren sauer, wenn sie nicht sofort drankamen, sondern etwas warten mussten“, so Karin Kuhn. Am gestrigen Vormittag war es dann etwas ruhiger, doch unter dem Strich lautete die klare Zusammenfassung: „Die Feiertage waren genauso wie normale Wochentage, der übliche Wahnsinn halt.“

Im Bürgerhospital Friedberg hatte die Mannschaft der Notaufnahme unruhige Weihnachten. „Schon an Heiligabend hatten wir sehr viel zu tun“, erläuterte Pflegekraft Frank Haas. Dies setzte sich in den folgenden zwei Nächten fort. Auf Trab gehalten wurden Ärzte und Pflegekräfte dabei häufig von Patientinnen und Patienten, die eigentlich den ärztlichen Notdienst hätten aufsuchen müssen, denn Beschwerden wie Halsschmerzen oder Fieber sind eigentlich keine Fälle für die Notaufnahme. Allerdings gibt es seit Jahren den Trend, statt auf den hausärztlichen Notdienst zu warten, der zwischen Mitternacht und Morgen geschlossen hat, das Krankenhaus aufzusuchen. „Manche, die kein Auto haben, rufen dann auch wegen einer Mandelentzündung den Rettungswagen“, berichtete Frank Haas. Weiterer Vorteil der Notaufnahme aus Patientensicht: „Bei uns geht es in der Regel schnell, man muss nicht so lange warten.“

Alle Patienten werden in der Notaufnahme gewissenhaft untersucht, vielen wird Blut abgenommen. So wurden über Weihnachten im Bürgerhospital auch einige Fälle von COVID- und Influenza-Erkrankungen festgestellt. Letztlich wurden 40 Prozent der selbst gekommenen oder mit dem Rettungsdienst Gebrachten zur weiteren Behandlung stationär aufgenommen, 60 Prozent wurden nach der Untersuchung mit ihren vergleichsweise banalen Beschwerden wieder nach Hause geschickt.

Im Kreiskrankenhaus Schotten freute sich Veronika Minnert, Leiterin der Notaufnahme, mit ihrem Team über einen ruhigen Heiligabend. „Es war übersichtlich“, fasste sie zusammen. Am ersten Feiertag nahm der Betrieb in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses dann Fahrt auf, eine Entwicklung, die bis zum Vormittag des gestrigen zweiten Feiertags anhielt. Es kamen Patientinnen und Patienten, die sich Fremdkörper wie Splitter in den Fuß getreten hatten; sie wurden versorgt und erschienen verabredungsgemäß am nächsten Tag zur Kontrolle. Zwei ältere Menschen wurden nach Stürzen mit Oberschenkelhalsbrüchen eingeliefert und versorgt. Wegen Bauchschmerzen wandten sich mehrere Menschen an die Notaufnahme, ein Harnwegsinfekt wurde diagnostiziert. Auch umgeknickte Knöchel, eine Platzwunde am Kopf und die Versorgung einer vom Pferd gefallenen Person standen am gestrigen Vormittag in der Feiertagsbilanz des Kreiskrankenhauses. Dazu kam ein Patient auf Drogenentzug, der, so Minnert, auf die Bemühungen der Pflegekräfte „etwas ungehalten“ reagierte, weshalb der Nachtdienst einen Arzt zu Hilfe rufen musste. Alles in allem, so Minnerts Fazit, war es in der Notaufnahme Schotten „ein ganz normales Weihnachten“.