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Erkrankungen der Lunge und Atemwege (Pneumologie)

Die internistischen Abteilungen unserer Häuser bieten alle Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Atemwegsorgane und der Lunge, die an einem Krankenhaus der Regelversorgung üblich sind. Das Bürgerhospital Friedberg ist darüber hinaus mit seinem Schwerpunkt für Lungenheilkunde (Pneumologie) spezialisiert auf die Diagnostik und Therapie von akuten und chronischen Lungenerkrankungen.

Früh-Reha, Schlaf-und-Atem-Zentrum, Weaning und Beatmungsmedizin

In den Jahren 2017 und 2018 wurde der Schwerpunkt Lungenheilkunde (Pneumologie) am Bürgerhospital Friedberg weiter ausgebaut. So bieten wir für langzeitbeatmete Patienten die Pneumologische Frührehabilitation an (eine Direktverlegung aus anderen Krankenhäusern ist möglich). Unser Weaningzentrum ist darauf spezialisiert, langzeitbeatmete Patienten von der maschinellen Beatmung zur Atmung aus eigener Kraft zu überführen. Im Schlaflabor unseres Schlaf-und-Atem-Zentrums diagnostizieren und therapieren wir Patienten mit den unterschiedlichsten Schlafstörungen.

Kontakt

Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, Sekretariat: C. Bentrup
Tel.: 06032 702-2405, Fax: 06032 702-2407
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Bürgerhospital Friedberg, Sekretariat: C. Herdemerten
Tel.: 06031 89-3709, Fax: 06031 89-3705
Anmeldung/Terminvergabe:
Tel.: 06031 89-3231, Fax: 06031 89-3230
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Kreiskrankenhaus Schotten, Sekretariat: C. Müller
Tel.: 06044 61-5017, Fax: 06044 61-5018
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GZW Diabetes-Klinik Bad Nauheim, Sekretariat: A. Baader
Tel.: 06032 706-3224, Fax: 06032 706-3013
E-Mail senden

Unser Leistungsspektrum

Insbesondere können Sie mit folgenden Beschwerden gerne zu uns kommen:

  • Husten: Reizhusten, produktiver Husten, Bluthusten
  • Luftnot und Atemnot bei Belastung
  • Engegefühl im Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb
  • chronische Bronchitis und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • Lungenemphysem
  • Bronchiektasen
  • allergisches und nicht-allergisches Asthma bronchiale
  • Lungenentzündung
  • Verdacht auf Tuberkulose und tuberkuloseähnliche Erkrankungen (Mycobakteriosen)
  • Lungengerüsterkrankungen, z.B. Sarkoidose, exogen-allergische Alveolitis, Lungenfibrose
  • Lungenhochdruck
  • Lungenembolie (akut oder chronisch)
  • Rippenfellerkrankungen (z.B. Pleuraerguss, Pleuritis)
  • Diagnostik und Nachsorge des Bronchialkarzinoms und anderer Tumorerkrankungen des Brustkorbs
  • unklare Lungenrundherde und Verschattungen
  • Tumorverdacht

Für die Untersuchungen stehen uns modernste diagnostische Methoden zur Verfügung:

  • Lungenfunktionsuntersuchung mit Blutgasanalyse
  • Herzultraschall
  • Spiroergometrie
  • Rechtsherzkatheteruntersuchung
  • Lungenspiegelung (diagnostische Bronchoskopie)
  • interventionelle Bronchoskopie zur Versorgung von Atemwegsengstellen
  • interventionelle Bronchoskopie zur Lungenvolumenverkleinerung bei schwerer COPD/Emphysem
  • interventionelle Bronchoskopie zur Tumordiagnostik und Behandlung
  • Computertomografie
  • Lungenszintigrafie

Pneumologische Frührehabilitation

Oftmals ist es nicht möglich, Patienten unmittelbar nach Langzeitbeatmung und akutmedizinischer Stabilisierung in die häusliche Versorgung oder eine Anschlussheilbehandlung zu überführen. Sie sind dann oft noch nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen, aufzustehen, zu gehen oder ohne Aspiration Nahrung zu sich zu nehmen. Hier setzt die pneumologische Frührehabilitation des Bürgerhospitals Friedberg an. Wir rehabilitieren Patienten, die den Weg bis zur Rehabilitationsfähigkeit in einer „normalen“ Anschlussheilbehandlung erst noch bewältigen müssen. Zum Beispiel sind dies Patienten, die vom invasiven Beatmungsgerät entwöhnt sind, aber noch unter einer Dysphagie leiden, trachealkanüliert sind, Sekretdrainageprobleme oder eine Tetraparese bei ICU muscle wasting aufweisen. Wenn gewünscht, übernehmen wir im Vorfeld der pneumologischen Frührehabilitation auch die Entwöhnung von der invasiven Beatmung auf unserer Weaningstation. Typischerweise weisen geeignete Patienten einen Barthel-Index unter 45 auf.

Den Anmeldebogen für die Pneumologische Frührehabilitation können Sie gerne herunterladen.

Die moderne Intensiv- und Beatmungsmedizin führt dazu, dass chronisch (Lungen-)Kranke auch schwere akute Erkrankungen überleben, dass immer mehr langzeitbeatmete Patienten von der Beatmung entwöhnt werden können und danach, aufgrund von respiratorischer Insuffizienz, Myopathie, Neuropathie und psychischen Veränderungen sehr schwer wieder den Weg zurück ins selbstbestimmte Leben finden. Damit für diese Patienten der Weg nicht in die dauerhafte Pflege- oder Hilfsbedürftigkeit führt, sollte Rehabilitation zum frühestmöglichen Zeitpunkt einsetzen, idealerweise noch in der Beatmungszeit. Durch frühzeitige Rehabilitation können einerseits die Beatmungsdauer, die Krankenhausaufenthaltsdauer und die Sterblichkeit signifikant gesenkt sowie andererseits die Häufigkeit des Wiedererlangens der Selbstständigkeit deutlich erhöht werden.

Die pneumologische Frührehabilitation umfasst die Therapiebereiche der aktivierenden Pflege, Physiotherapie, Atemtherapie, Sekretolyse, Sekretdrainage, Förderung der (Fein-)Motorik, Sprach- und Schlucktraining sowie Wahrnehmungs- und Selbstständigkeitstraining. Ein erfahrenes Team aus Rehabilitationsmedizinern, Pneumologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Pflegekräften, Schmerztherapeuten, Neurologen, Psychologen und Sozialdienstmitarbeitern sorgt für eine umfassende, gut abgestimmte Versorgung mit dem Ziel des Wiedererlangens verlorener Fähigkeiten und der Überleitung in das häusliche Umfeld oder weiterführende Rehabilitationsmaßnahmen.

Eine Verlegung in unsere pneumologische Frührehabilitation ist im Anschluss an eine Langzeitbeatmung ohne vorherigen Rehabilitationsantrag an die Krankenkasse möglich (Direktverlegung).  

Die Patientenübernahme erfolgt idealerweise über unsere Faxanmeldung (zu finden auf www.gz-wetterau.de/ Über Uns/Downloadcenter/Pneumologie).

Schlaflabor

Das stationäre Schlaflabor ist Teil unseres Schlaf-und-Atem-Zentrums. Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen. Einige dieser Störungen sind durch schlafhygienische Maßnahmen zu verbessern, andere sind eine Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen und bedürfen umgehender Behandlung. Eine Vielzahl von Schlafstörungen können zu einer Veränderung des normalen gesunden Schlafes führen, z.B. Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Restless-legs-Syndrom, Insomnien (Schlaflosigkeit), Parasomnien (Bewegungen im Traumschlaf) und am häufigsten die obstruktive und zentrale Schlafapnoe.

Die obstruktive Schlafapnoe geht oft mit Schnarchen einher und wird dadurch auch von den Betroffenen, deren Partnerinnen oder Partnern vermutet. Im stationären Schlaflabor des GZW diagnostizieren wir mit modernsten Messmethoden Ihre Schlafstörung und bieten Ihnen individuelle Therapievorschläge an. Typisch ist ein zweitägiger Aufenthalt im Schlaflabor mit einer Nacht zur Diagnostik und einer Nacht zur Therapieanpassung.

Mit der Schlaflabordiagnostik können folgende Erkrankungen erkannt und behandelt werden:

  • Schlafstörungen bei Herz-, Lungen-, Muskelerkrankungen, psychiatrischen und neurologischen Erkrnkungen
  • Störungen des zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Obstruktives oder zentrales Schlafapnoe Syndrom
  • Schnarchatmung
  • Insomnie (Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Hypersomnie (Erhöhtes Schlafbedürfnis)
  • Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf („Schlafwandeln“, Parasomnien)
  • Ruhelose und schmerzende Beine (Restless-Legs-Syndrom)
  • Plötzliche Schlafanfälle am Tag (Narkolepsie)

Typische Symptome einer Schlafapnoe sind…
··· lautes Schnarchen mit Atemstillständen im Schlaf
··· Tagesschläfrigkeit bis hin zum spontanen Einnicken am Tag
··· Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen
··· eingeschränkte Leistungsfähigkeit
··· fehlende Frische beim Erwachen und Kopfschmerzen
··· Nachtschweiß
··· häufiges nächtliches Wasserlassen
··· erektile Dysfunktion (Impotenz)
··· Reizbarkeit
··· unruhiger Schlaf (zerwühltes Bett am Morgen)
Diese Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten.

Typische Symptome eines Restless-Legs-Syndroms sind…
··· Missempfindungen in den Beinen
··· oft verbunden mit einem starken Bewegungsdrang und Besserung bei Bewegung
··· Auftreten der Beschwerden hauptsächlich abends und nachts, selten auch tagsüber
··· Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen

Menschen die unter den folgenden Symptomen oder den genannten Erkrankungen leiden und trotz wiederholter Versuche keinen erholsamen Schlaf finden, sollten sich im Schlaflabor untersuchen lassen:

  • anhaltende Ein- oder Durchschlafstörungen
  • Müdigkeit oder Einschlafneigung am Tag, kurzes "Wegnicken" bei monotonen Tätigkeiten (lesen, fernsehen),
  • Sekundenschlaf beim Autofahren
  • nächtliches Herzrasen, nächtliche Luftnot, vermehrtes nächtliches Wasserlassen oder vermehrtes nächtliches
  • Schwitzen
  • starkes und/oder unregelmäßiges Schnarchen mit und ohne Atempausen
  • Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystem (z.B. Bluthochdruck)
  • Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung (z.B. COPD)
  • Patienten nach erlittenem Schlaganfall oder Herzinfarkt
  • Diabetiker
  • M. Parkinson-Patienten

  • Hirnströme (EEG)
  • Augenbewegungen (EOG)
  • Muskelbewegungen der Bein- u. Gesichtsmuskulatur (EMG)
  • Elektrische Ströme des Herzens (EKG)
  • Atemluft von Mund und Nase
  • Sauerstoffgehalt des Blutes (Oxymetrie)
  • Schnarchgeräusche
  • Atembewegungen von Brust und Bauch
  • Körperlage
  • Kohlendioxidgehalt des Blutes
  • Ton- und Bildaufzeichnung des Schlafes

Therapieangebote

  • stationäre Untersuchung zur Abklärung schlafbezogener Atmungsstörungen
  • Unterweisung zu allgemeinen Maßnahmen der Schlafhygiene
  • Klärung der Therapieoption bei Schlafapnoe mittels intraoraler Protrusionsschienen
  • schlafmedizinische Untersuchungen vor oder nach HNO-Maßnahmen
  • Therapieeinleitung bei einer Schlafapnoe mittels nCPAP- oder nBiPaP-Therapie (nächtliche Beatmungstherapie)
  • Heimbeatmungseinstellung und –kontrolle bei erschöpfter Atemmuskulatur
  • Sauerstofftherapie
  • stationäre Diagnostik und Therapiekonzepte bei Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie)
  • Untersuchungen zum Syndrom der unruhigen Beine (Restless Legs Syndrom)
  • Untersuchungen zum Schlafwandeln
  • Untersuchungen zur Narkolepsie

Team

Unser fachlich hervorragend ausgebildetes, spezialisiertes Team steht Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Heimbeatmung

Die Heimbeatmungssektion ist Teil unseres Schlaf-und-Atem-Zentrums. Menschen mit erschöpfter Atemmuskulatur aufgrund von z.B. chronischen Lungenerkrankungen oder Brustkorbdeformation sind nicht mehr dauerhaft in der Lage, die Atmung aus eigener Kraft aufrecht zu erhalten. Banale Infekte der Atemwege können dann zu lebensbedrohlicher Erschöpfung und Atemstillstand führen oder eine Beatmung auf der Intensivstation notwendig machen.

Als Warnzeichen gilt eine chronische Erhöhung des Kohlendioxid-Partialdruckes im arteriellen Blut (paCO2-Wert). Bei einem Wert über 55 mmHg besteht Handlungsbedarf bezüglich einer nächtlichen Heimbeatmungstherapie mittels Maskenbeatmung. Bei neuromuskulären Erkrankungen wird bereits bei leicht erhöhten paCO2-Spiegeln und klinisch apparenter Erschöpfung die Beatmung empfohlen.

In der Heimbeatmungssektion des GZW am Bürgerhospital Friedberg werden Patienten mit erschöpfter Atemmuskulatur an eine individuell angepasste nächtliche Beatmung herangeführt und deren Effektivität kontrolliert. Die dafür notwendige Maskenanpassung und eine effektive und verträgliche Geräteeinstellung werden durch erfahrenes Personal vorgenommen. Die selbstständige Nutzung des Beatmungsgerätes wird über einige Tage und Nächte geübt und optimiert. Über schmerzlose transcutane (durch die Haut vorgenommene) Messung der Sauerstoff- und Kohlendioxidspiegel im Blut wird der Erfolg der nächtlichen Beatmung festgestellt.

Weaning und Beatmungsmedizin

Das Ziel unserer Spezialisten des Weaningzentrums ist es, langzeitbeatmete Patienten von der maschinellen Beatmung zur Atmung aus eigener Kraft zu überführen. Zahlreiche Patienten, die auf einer Intensivstation betreut werden, bedürfen einer mehr als einwöchigen künstlichen Beatmung. Ursächlich dafür können schwere Operationen, gravierende Unfälle oder schwerwiegende internistische Erkrankungen sein. Bei etwa 15 Prozent dieser Patienten gelingt es nicht, sie zügig und nachhaltig vom Beatmungsgerät zu entwöhnen. Häufig müssen diese Patienten deswegen viele Wochen auf einer Intensivstation verbringen.

Jetzt: Digitaler Übernahmebogen "Weaning" oder "Heimbeatmung"

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Die Maßnahmen, um einen Patienten schrittweise vom Beatmungsgerät zu entwöhnen, bezeichnen Mediziner mit dem englischen Begriff „weaning“, also „Entwöhnung“. Die Ursachen dafür, dass das Weaning in manchen Fällen nicht gelingt, sind vielfältig. Vorerkrankungen der Lunge sind der häufigste Grund für eine fehlgeschlagene Beatmungsentwöhnung. Auch Herzkrankheiten, Muskelschwächen oder Störungen des Nervensystems können als zusätzliche auslösende Faktoren hinzukommen. Aus dem Konzept, kritisch kranke Patienten zusammenzuführen, um die Behandlungseffektivität zu steigern, sind die Intensivstationen heraus entstanden. In den zurückliegenden Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass bei Patienten, die auf übliche Weise nicht von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden können, das Weaning häufig doch noch gelingt. Die Voraussetzung dafür ist, dass diese Patienten in spezialisierten Zentren wie dem unseren behandelt werden. Unser ärztliches Team ebenso wie die Pflege- und Therapeutenteams verfügen über erweiterte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten sowie die Erfahrung im Umgang mit schwierigem Weaning. 

Bei Problemen, eine künstliche Beatmung zu beenden, steht unser erfahrenes Team den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Es besteht aus pneumologischen und neurologischen Fachärzten, speziell geschulten Pflegekräften, Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen und Logopäden (Experten für Sprach- und Sprechheilkunde), die über fachlich fundiertes Wissen verfügen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die bestmögliche Lebensqualität für jeden unserer Patienten zu erreichen.

Unsere technische Ausstattung ist auf dem neuesten Stand. Wir verfügen über

  • Intensiv- und Weaningbetten, einschließlich Isolationsbetten
  • Intermediate-Respiratory-Care-Betten und periphere Beatmungsstation
  • modernste Beatmungsgeräte an jedem Bettenplatz
  • Nasale-High-Flow-Sauerstofftherapie (NHFT: Verabreichung von Atemgas mit hoher Durchflussrate über spezielle Nasenkanülen)
  • transkutane (durch die Haut hindurch erfolgende) O2/CO2-Messung (Sauerstoff- und Kohlendioxid-Messung)
  • kardiorespiratorische Polygrafie (Untersuchung des schlafenden Patienten, bei der beispielsweise die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung überprüft werden)
  • kardiorespiratorische Polysomnografie (kontinuierliche Überwachung verschiedener Körperfunktionen beim schlafenden Patienten)

Unser Behandlungskonzept zeichnet sich durch die multiprofessionelle und fachübergreifende Versorgung aus. Wir halten, in enger Zusammenarbeit mit der Kerckhoff-Klinik, das gesamte notwendige Portfolio an Behandlungsmöglichkeiten vor, das diese Patienten oftmals benötigen (GZW: Intensivmedizin, Pneumologie, Nephrologie, Gastroenterologie, Neurologie, diagnostische und interventionelle Radiologie, pneumologische Frührehabilitation; Kerckhoff-Klinik: Kardiologie, Thoraxchirurgie).

Einen wichtigen Beitrag zur optimalen Behandlung leisten die spezialisierten Fachpflegekräfte, die erfahrenen Therapeuten aus den Bereichen Logopädie (Schluck-, Sprech- und Sprachheilkunde), Physiotherapie, Ergotherapie (Training alltagsbezogener Fertigkeiten), Psychotherapie und Atmungstherapie. Angehörige werden, wo immer möglich, in den Genesungsprozess einbezogen.

Unsere höchste Priorität ist es, jeden uns zugewiesenen Patienten umfassend zu versorgen. Deshalb entwickeln wir stets ein individuell angepasstes Behandlungskonzept. Dieses zielt ab auf die Beseitigung aller Einflussfaktoren, die einer erfolgreichen Eigenatmung entgegenstehen, sowie auf eine frühzeitige physische und psychische Aktivierung und Rehabilitationsbehandlung.

Für etwa 65 Prozent der Patienten mit prolongiertem Weaning führt der Weg zurück in die Selbstständigkeit und Eigenatmung. Für etwa ein Drittel jedoch müssen langfristig Wege einer Heimversorgung mit Langzeitbeatmung gefunden werden. Im Einzelfall wird auch eine Abkehr von der dauerhaften technischen Aufrechterhaltung der Atemfunktion einvernehmlich beschlossen und somit ein palliatives, vor allem Leiden verhinderndes Therapieziel verfolgt. Bei solch schwierigen Entscheidungen steht hier Patienten wie Angehörigen das unabhängige Ethikkomitee des GZW beratend zur Verfügung.

Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.